· Pressemitteilung

Wirtschaft signalisiert dem GüRD-Projektteam Unterstützung

Walter Menacher
Manfred Aschenbrenner (rechts), Manfred Maurer (links), Rosmarie Tragl-Kraus und Richard Brunner loteten bei einem Austausch in der BRK-Kreisgeschäftsstelle in Cham Möglichkeiten der Unterstützung aus.

Bei einem Arbeitstreffen mit BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner und Manfred Maurer, dem Projektleiter des Grenzüberschreitenden Rettungsdienstes, kündigen Rosmarie Tragl-Kraus, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, und Richard Brunner, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Cham, an, den Betrieben in der Region die Nutzung der neuen Notruf-App zu empfehlen.

Von Frank Betthausen

Cham. Die Zusammenarbeit mit den Partnern in Tschechien hat viele Facetten. Um sie mit der Wirtschaft auszuloten und weitere Schnittmengen für ein gewinnbringendes Miteinander zu finden, haben sich BRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner, Manfred Maurer, Projektleiter des Grenzüberschreitenden Rettungsdienstes (GüRD) mit Sitz in Furth im Wald, Rosmarie Tragl-Kraus, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, und Richard Brunner, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Cham, zu einer Arbeitssitzung getroffen.

Fast 5000 tschechische Pendler kommen täglich in den Landkreis, um dort ihrer Arbeit nachzugehen. Umgekehrt sind auch deutsche Betriebe im Nachbarland tätig. 

Vor diesem Hintergrund war es für Tragl-Kraus und Brunner interessant, zu erfahren, dass Maurer und seine Kollegen schon mehrfach mit Fällen befasst waren, in denen tschechische Bürger auf dem Weg zu ihren Arbeitgebern in Deutschland verunglückt waren. 

„Auch haben wir bereits Kontakte zu den deutschen Krankenkassen hergestellt, wenn es um Arbeitsweg-Unfälle ging“, erläuterte der Projektleiter.

Die Wirtschaftsvertreter stellten in diesem Zusammenhang anerkennend fest, dass der GüRD tatsächlich zielgerichtet und unterstützend tätig sein könne, wenn es um jegliche Form von Notfällen in Betrieben und die anschließende Aufarbeitung gehe.

„Ein Hauptaugenmerk ist die Verbringung der Patienten in ihr Heimatland. In einem Fall hatten wir es mit einem Waldarbeiter zu tun, der vom tschechischen Hubschrauber nach Pilsen geflogen wurde, da bei uns weder ein Helikopter noch ein Krankenhausplatz verfügbar waren“, erklärte Maurer. Der GüRD habe sich um Kontakt und Verlegung gekümmert.

Tragl-Kraus und Brunner sahen darüber hinaus die für den Sommer geplante Notruf-App als „sehr gutes Instrument an“, da Pendler damit Notrufe in ihrer Sprache absetzen könnten und auch deutsche Firmen keine Kontaktängste zu haben bräuchten. 

Nachdem die App in Österreich, Ungarn, der Slowakei und Finnland ebenfalls einsetzbar ist, werden die IHK und die Handwerkskammer Betrieben die Anwendung empfehlen.